2011
So sah`s aus...
Aufbau
Kultur
Kinderspace
Campleben
Workshops
Die Veranstalter_Innen und Unterstützer_Innen des Faetzig Camp lehnen Faschismus, Rassismus, Homophobie, Sexismus und Antisemitismus, Diskriminierungen in jedweder Form, ab.
Einen Freiraum zu schaffen, bedeutet auch immer, mit diesem verantwortlich umzugehen und sich innerhalb dessen frei, jedoch auch bewusst und mit Augenmerk auf die Mit Schaffenden zu bewegen.
Jedes Menschen Grenzen liegen an anderer Stelle und sind für die_den andere_n nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Immer wieder kommt es leider auch in Freiräumen zu Diskriminierungsvorfällen, sexistischen oder homophoben Übergriffen bis hin zu Gewaltübergriffen. Um einen Anlaufpunkt für Betroffene von Grenzverletzungen zu bieten, wird es auch in diesem Jahr wieder ein Antidiskriminierungsteam geben, dass jederzeit für jede_n ansprechbar ist.
Das Konzept des Teams wird ebenfalls wieder auf dem Eröffnungsplenum kurz erläutert und in schriftlicher Form an Infotafeln zu finden sein.
Anmerkungen, Kritik und Diskussionsbeiträge dazu sind immer gerne gesehen!
und das gab´s 2011
Freitag
Eröffnung im
Kinderspace
20.00 Uhr
Eröffnungsplenum
ab 22 Uhr Konzert mit:
On The Verge Of Sanity
funky/funky/rocky/balboa aus Pirna
www.onthevergeofsanity.de
watch out:
Lesung
...und Film:
Noise and Resistance
Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm "Noise and Resistance". Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich : Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls.
Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer aus Barcelona, Antifaschisten in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer, die Aktivisten des englischen CRASS - Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner aus Berlin oder Punkgirl-Bands in Schweden - immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung "Do it yourself!" zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist.
"Noise and Resistance" ist eine inspirierende Reise durch Europas Utopia der Gegenwart, an subkulturelle Sehnsuchtsorte, wo aus Unabhängigkeit Gemeinschaft entsteht - und der beste Punk-Sound, den man seit Jahren gehört hat.
Samstag
Radio KURT
Das tragbare Radioempfangsgerät, mit den dazugehörigen ohrenbetäubenden Lautsprechern, könnte sich noch in der untersten staubverdeckten Schublade der Wohnzimmereinrichtung befinden...
14:00 - 18:00 Uhr
Openspace
Ihr habt einen Vortrag oder Workshop? Dann seit ihr hier richtig. Von 14:00 bis 18:00 Uhr besteht für euch die Möglichkeit, eure eigenen Vorträge und Workshops anzubieten. Auf dem Camp wird es Infotafeln geben, auf denen dies dann öffentlich gemacht werden kann. Entweder ihr entscheidet euch spontan auf dem Camp oder gebt schon mal vorab Bescheid, unter: ag_hans@hushmail.com (siehe auch OPEN StagE)
ab 18:00 Uhr
OPEN StagE
Manchmal sind es Europaletten, die die Bretter zur Welt bedeuten können. So auch diesmal auf dem legendären Faetzig Camp. Egal, wo diese Welt bei euch steht, ihr könnt sie ab Samstagmittag fast den gesamten Tag über besingen, beschimpfen, verbessern, sie herausfordern, poetisch auf die eigene Situation aufmerksam machen, mit den Stiefeln und der Westerngitarre auf sie eintreten, ihr könnt sie mit Nieten und E-Gitarre bespucken oder es auf die sanfte Tour versuchen. Für zehn bis zwanzig Minuten pro Auftritt habt ihr die Chance, genau das zu tun. Wir bieten euch die Bühne und das nötige Equipment und ihr bringt eure Instrumente, Textbücher, Gedichte, Manifeste oder Tagebücher mit und nehmt es auf, mit ihr, dieser Welt. Das alles kann und darf spontan passieren oder aber ihr sichert euch euren Auftritt bereits im Vorfeld. Meldet euch dafür unter ag_hans@hushmail.com an! Schreibt uns, was ihr machen wollt, wie viele ihr seid und was ihr benötigt um die Europaletten dieser Welt zu erklimmen.
Samstag (von 11.00 bis 18.00 Uhr)
verschiedene Workshops, Vorträge, Diskussionen...:
Vortrag zu Veganismus
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Vorratsdatenspeicherung / Datensammlung
Brauchen wir Geheimnisse und Privatsphäre oder haben wir 'nichts zu verbergen'?
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Vortrag zu Internetkommunikationsmöglichkeiten und Schutz persönlicher Daten
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Einsteigerworkshop für 'Logic Studio':
Musik hören faetzt!
Doch bevor Beats und Bässe aus den Boxen zischen können muss einiges getan werden. Komponieren, Aufnehmen, Bearbeiten, Abmischen. Wie das funktioniert und an welchem Regler gedreht werden muss damits richtig knarzt und knallt zeigen Euch Keimling und Yakumo vom Chemnitzer Electroprojekt Lax-o-mat beim Einsteigerworkshop für das richtige Benutzen von Logic Studio, einem speziell für Musikproduktionen gemachtem Computerprogramm für Profis. Damit effektiv gebastelt werden kann ist die Anzahl derTeilnehmer_innen für diesen Workshop auf 6 Personen begrenzt. Bitte bringt Kopfhörer mit (richtig große machen am meisten Spaß!).
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Recycling Workshop
Aus aufgeschnittenen Tetrapacks werden kleine Taschen oder Boxen für`s faetzige Sammelsurium und die alten Kassetten mit destroyeten Band zur Zimmerbeleuchtung...
Bringt mit was ihr finden könnt...auf dass die faetzige Recycling Maschine gestartet werden kann.
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Hoyerswerda - 20 Jahre später (Vortrag und Film)
Am 17. September 1991 erreichte Hoyerswerda bundesweit traurige Berühmtheit. Ein wütender Mob aus Neonazis und Hoyerswerdaer BürgerInnen griff über mehrere Tage zwei VertragsarbeiterInnenwohnheime mit Flaschen, Steinen und Molotov Cocktails an. Nachdem die überforderte Polizei den Angriffen überwiegend tatenlos gegenüberstand, wurden die meisten HeimbewohnerInnen nach Frankfurt zur “freiwilligen Abschiebung” gebracht, da ihre Sicherheit in der Stadt nicht mehr gewährleistet werden konnte. Der Mob hatte gesiegt.
Obwohl das, was in Hoyerswerda geschah, als bis dahin beispielloses rassistisch motiviertes Pogrom in der Bundesrepublik nach Ende des Zweiten Weltkrieges gilt, kann von einer angemessenen Gedenk- und Aufarbeitungspolitik vor Ort nicht die Rede sein. Nach den Angriffen im September 1991 waren in der örtlichen Presse wahlweise die Medien von außerhalb, ein Versagen der bundesdeutschen Asylpolitik oder eine sich verschlechternde soziale Lage durch den fehlenden Aufschwung Ost an allem schuld. Kein Wort vom grassierenden Rassismus und Nationalismus der sich damals aller Orten Bahn brach, kein Wort von den marodierenden Neonazigruppen, die allabendlich neue Opfer forderten und von nicht wenigen BürgerInnen dankend als Ordnungsfaktor „in schwierigen Zeiten“ angenommen wurden.
Heute werden die damaligen Ereignisse von Seiten der Stadt schließlich nur noch als “extremistische Ausschreitungen” bezeichnet, womit jegliche rassistische Motivation der damaligen TäterInnen ausgeblendet wird.
Die “Initiative Pogrom 91” wird in einen Vortrag die damaligen Ereignisse noch einmal Revue passieren lassen und sich kritisch mit der vorherschenden Gedenkpolitik der Stadt auseinandersetzen. Außerdem soll auch auf die Aktivitäten anlässlich des 20. Jahrestages der Pogrome aufmerksam gemacht werden. Anschließend ist eine Vorführung der beiden Filme “Das Hoyerswerda Syndrom" (1996, ca. 52min) und „Viele habe ich erkannt -Gedächtnisprotokoll eines mosambikanischen Kontraktarbeiters aus Hoyerswerda" (1992, 25 min) geplant, in der vor allem die Betroffenen von damals zu Wort kommen.
Siebdruck
Der Siebdruck, früher auch als "Serigrafie“ bezeichnet, ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, der Gummirakel, durch ein feinmaschiges textiles Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt wird (Durchdruckverfahren). An denjenigen Stellen des Gewebes, wo dem Bildmotiv entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, sind die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht worden.
Auf dem Camp werdet ihr die Möglichkeit haben euch im Drucken auszuprobieren...also einfach vorbeischauen und mal selber machen!
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Buttons und Stencil Workshop
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Schweißworkshop
Angeboten werden zwei verschiedene elektrische Schweißverfahren um Stahlschrott zu verschweißen. Es geht um die Einführung ins Schweißen, vom Ziehen einfacher Schweißnähte, dem Verbinden von Blechen bis hin zum Zusammenbauen von Stahlkonstruktionen wie zum Beispiel Kunstwerken oder Fahrradrahmen (im günstigsten Fall können zum Ende des Workshops fahr taugliche "Freak-Bikes" vorgeführt werden). Anwendung finden das Lichtbogenhandschweißen und das Metallaktivgasschweißen mit CO2. Der Workshop findet ganztägig statt, die beiden Verfahren werden euch Vorgestellt und dann könnt ihr euch selbst im Schweißen probieren. Wer die Möglichkeit hat Stahlschrott oder Fahrräder mit Stahlrahmen mitzubringen kann gerne Material zum "verheizen" beisteuern.
Samstag (ab 21 Uhr)
Konzerte/Musik
The Axe
Punkrock...old mens aus und um Oleśnica/Poland
www.myspace.com/theaxepl
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Blank Pages
Punkrock...irgendwo zwischen The Damned und alten Wipers neu gefunden in Berlin
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The Antikaroshi
Druck, Gefiedel und feine Melodien, Geschrei, Gesang, dann wieder Druck und das alles gegen die Wand...aus Potsdamned
www.myspace.com/theantikaroshi
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Ellenschneider
Elektroexperimentale Popakustik von der Küste der östlichen See
ellenschneider.de
Sounds
Lax-O-Mat
electronica / elektroakustik / experimental from Chemnitz
www.lax-o-mat.de
www.myspace.com/laxomat
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Tokamak Reaktor
Live D'n'B, Dub, Elektro aus Dresden/ot herwigsdorf
www.myspace.com/tokamakreactor
www.tokamakreactor.com
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Faetzige Disse...
...einfach Punkrock from Jena.
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Leonard Löwenherz
Zugvögeltechno aus der Kleinstadt Berlin
Bald
ist der 8. Juni und das Faetzig Camp 2012 beginnt...